Bella Italia, oder was?

Das Wahlpflichtfach Italienisch am Lili. Ein Interview mit Frau Lengler (Italienisch, Französisch, Deutsch)

 

Italienisch lernen – Lohnt sich das wirklich? Und was erwartet einen, wenn man sich für das Wahlpflichtfach entscheidet. Denn ab der 8. Klasse haben alle Schüler*innen die Möglichkeit Italienisch zu wählen – eine Entscheidung, die bis zur 10. Klasse bindend ist.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      Welche Inhalte werden im Italienischunterricht am meisten behandelt? 

Es geht vor allem um den Spracherwerb und darüber hinaus auch um das Kennenlernen des Landes, der Geschichte, der Regionen und so weiter. Und natürlich verbunden mit dem Spracherwerb: das Lernen der Grammatik und des Wortschatzes. 

Welche Vorkenntnisse sind hilfreich?

Hilfreich ist, wenn man Französisch oder Latein lernt, was ja alle Schüler hier tun, weil Italienisch auch zu den romanischen Sprachen gehört und damit die Parallelen zu den anderen Sprachen hilfreich sind. 

Mit welchem Fach ist Italienisch von der Schwierigkeit her gleichzusetzen?

Mit Französisch. 

Wie unterscheidet sich Italienisch von Französisch oder Spanisch? 

Die Grammatik ist in vielen Bereichen sehr, sehr ähnlich. Der Wortschatz ist größtenteils anders, aber es gibt auch viele Parallelen. 

Gibt es Projekte, Exkursion oder Austauschprogramme?

Es gibt einen Austausch mit Italien, der findet in der neunten Klasse statt.

Haben Sie in der Schule schon Italienisch gelernt?

Nein. 

Was hat Sie überzeugt, Italienisch zu lernen?

Weil mir die Sprache sehr gut gefällt und ich konkret auch hier gefragt wurde, ob ich Lust hätte, diese Sprache zu lernen, um sie weiter zu intensivieren. Ich habe sie an der Uni studiert, um hier Italienisch unterrichten zu können.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, Italienisch in der Schule zu unterrichten?

Das war kein bewusster Entschluss, sondern es hat sich so ergeben. 

Was ist Ihr italienisches Lieblingsessen?

Pasta mit Burrata. 

Was ist Ihr italienisches Lieblingswort?

Forse.

Wo merken Sie im Alltag Vorteile durch das Italienischsprechen?

Die Parallelen auch zu Wörtern im Deutschen sind ja sehr hilfreich, weil man viel dadurch versteht. Aber Französisch ist da natürlich genauso. Zum Beispiel „telefonieren“ (Deutsch), téléphoner (Französisch), telefonare (Italienisch) 

Für welche Schüler würde es Sinn ergeben, Italienisch zulernen?

Für Schüler, die Freude an Fremdsprachen haben und dort auch die Voraussetzungen mitbringen und die Begabung mitbringen, dass sie es gut schaffen können. Also wenn ich in Französisch oder Latein keinen Spaß habe und schlechte Noten habe, macht das keinen Sinn. Die Sprachen sind einfach zu ähnlich. 

Wie würden Sie Italienisch in einem Wort beschreiben? 

Wunderschön!

Reflexion des Autors:

Seit einem halben Jahr lerne ich selbst Italienisch, und mein Gesamteindruck ist sehr positiv. Der Unterricht ist abwechslungsreich gestaltet und geht über klassischen Frontalunterricht hinaus. Besonders hervorzuheben sind kreative Projekte, etwa die Produktion eines eigenen Films als Ersatz für eine Klassenarbeit. Gerade für Schüler*innen, die Freude an Sprachen haben, bietet Italienisch eine sinnvolle Ergänzung, insbesondere für Latein- und Französischlernende, da sich viele sprachliche Parallelen erkennen lassen. Auch außerhalb des Unterrichts kann sich dieses Wissen als nützlich erweisen, etwa bei Reisen nach Italien.