Sachspendenaktion für die Ukraine – eine Aktion von Lili, Willi und Goethe

Tobias Neuhaus (7.4)

Am 25.05.2022 um 14 Uhr machten sich Frau Franz, Lehrerin am Lilienthal-Gymnasium, und einige Eltern von unserer Schule aus auf den Weg zum Schulhof des Willi-Graf-Gymnasiums. In den Kofferräumen ihrer Autos hatten sie die zuvor über mehrere Wochen hinweg gesammelten Sachspenden für die Menschen in der Ukraine: Gehhilfen, Hygieneartikel, Kleidung – Tarnkleidung/wetterbeständige Kleidung –, Rucksäcke, Nahrung und vieles mehr.

Auf dem Schulhof des „Willi“ trafen sich dann Eltern, Lehrer/innen und Schüler/innen der drei Schulen: außer dem „Lili“ und dem „Willi“ war noch das Goethe-Gymnasium beteiligt, und so waren wir mit unseren beiden Partner-Gymnasien vereint.

Insgesamt 97 Kartons wurden zunächst zu einer Sammelstation in Schöneberg gebracht; von dort aus ging es dann weiter in die Ukraine.

Eine wirklich beeindruckende Aktion, die auch in anderen Zeitungen Aufsehen erregt hat. Der „Tagesspiegel“ und das „Berliner Abendblatt“ haben sich positiv bei den Organisator*innen zurückgemeldet. Das "Berliner Abendblatt" hat schon einen Beitrag veröffentlicht.

Hier einige Statements von Personen, welche bei der Sachspendenaktion mitgewirkt haben.

Herr Leinbach (Mitorganisator): „Ich habe einen sehr positiven Eindruck. Es ist immer schön zu sehen, wie einige Dinge von selbst laufen; schön zu sehen ist auch, wie viele Eltern mitgeholfen haben. Ich hoffe, dass dies die letzte Aktion sein kann und die Ukraine bald keine Hilfe mehr braucht, weil der Krieg dann vorbei ist und die Ukrainer/innen in Frieden leben können.“

Herr Steinke (Schulleiter Willi-Graf): „Ich bin sehr stolz, dass es uns gelungen ist, in einer gemeinsamen Aktion von drei Schulen so ein großartiges Spendenaufgebot zusammenzubekommen. Ich hoffe, dass es möglichst vielen Menschen hilft.“

Frau Schäfer (Elternteil): „Auf mich wirkt alles sehr organisiert und vor allem die Kartons sind auf Deutsch und Ukrainisch beschriftet, was sich sehr toll finde. Bei uns war es so, dass wir sehr viel für andere Spendenaktionen für die Ukraine gespendet haben und daher wir und wahrscheinlich auch viele andere gar nicht mehr so viel für diese Aktion zu spenden hatten. Vielleicht ändert sich der Bedarf an benötigten Sachen (Spielzeug usw.), so dass wir wieder Sachen spenden können.“

Regina Wesely (Elternteil): „Ich fand alles sehr organisiert. Insgesamt war es eine wirklich sehr gut geplante Aktion. Natürlich kann immer noch mehr gespendet werden, aber die Sachen, die gefordert wurden, wurden auch gespendet.“

Frau Franz (Lehrerin Lili): „Was ich gut fand, war, dass in den Wochen, in denen wir gesammelt haben, immer zuverlässig Schüler/innen geholfen haben, zum Beispiel Kartons zu tragen. Auch die Willkommensklassen, von denen eine ja nur aus Ukrainer/innen besteht, haben mitgeholfen. Es wurden Bestandslisten auf Ukrainisch und auf Deutsch geschrieben. Gespendet wurden sogar Orthesen, Gehhilfen, Schleifmaschinen und Bohrer. Eltern haben auch selbst Dinge gekauft, damit diese gespendet werden konnten. Viele Hygieneartikel und auch Babynahrung wurden gekauft.

Es freut mich, dass so viele Spenden zusammengekommen sind. Ich würde es wieder so machen. Herzlichen Dank an die Eltern.“

Auch ich möchte noch kurz einen Kommentar abgeben – am Tag der Aktion hatte ich die Möglichkeit, direkt vor Ort zu sein: Ich selbst finde es sehr toll, dass sich unsere und auch andere Schulen engagieren. Hilfe ist in dieser Zeit dringend nötig und es ist ein sehr gutes Gefühl, selbst helfen zu können.

Fotos: Charlotte Kühnlein (7.4)